Endstation Halbfinale

Montag, 8. Mai 2017 23:36

1,2,3…4? 4 Schritte ohne den Ball zu tippen sind beim Handball eigentlich nicht erlaubt schon gar nicht 5 oder 6. Diese Regel war den Unparteiischen aus Wittenberg offenbar nicht bekannt, deshalb war es den Zerbster erlaubt regelwidrig Tore zu erzielen. Das war nicht das einzige Ärgernis bei der 34:22 Niederlage am vergangenen Samstag. Das Zeitstrafen Verhältnis driftete zu Ungunsten der SG Abus Dessau an diesem Tag weit auseinander. 3 Hinausstellungen für den Gastgeber, 10 für Abus und oben drauf noch 2 Rote Karten. Dabei zögerten die beiden Schiedsrichter nicht, gänzlich auf eine gelbe Karte auf Seiten der Dessauer als Verwarnung zu verzichten, warum? Es hätte ein richtig schöner Pokalfight im Halbfinale des Anhaltpokals werden können, zwar hatte​ Abus einige Ausfälle zu verkraften, mit Steffen Dusi, Max Reimann und nicht zuletzt der Trainer Marcel Kerner fehlten wichtige Spieler, dennoch war das Ziel das Finale.

Die Mannschaft die nach Zerbst gefahren ist, wollte unbedingt den Sieg und so trat das Team auch in den Anfangsminuten auf. Eine 4:2 Führung erspielte sich Abus und hatte in der Folge noch Pech beim Abschluss als nur das Aluminium getroffen wurde. Zerbst kam nur über Siebenmeterpfiffe ins Spiel wobei Torwart Maik Schulze während des gesamten Spielverlaufes gegen den Zerbster Trainer und Toptorschützen Sebastian Daudert (13 Tore) kein Duell vom Punkt gewinnen konnte. Der Gastgeber zog nun an Abus vorbei auch Dank der Schiedsrichter Entscheidungen. Besonders bitter das nicht gepfiffene Stürmerfoul Mitte der ersten Halbzeit als ein Zerbster gegen 2 stehende Abus Spieler springt. Statt Ballbesitz Dessau gab es Freiwurf für den HSV und einen am Knie verletzten Matthias Goth, für den das Halbfinale gelaufen war. Viel Möglichkeiten zu wechseln auf der Bank gab es nicht, also musste der angeschlagene Stephan Schwebs jetzt seinen Mann stehen, der sich bravourös in das Spiel einbrachte. Einen Siebenmeter hat der Rückraumspieler herausgeholt und noch 2 herrliche Anspiele an den Kreis gebracht. Bis zum 9:8 hielt Abus die erste Hälfte vollkommen offen, doch nach der Auszeit der Gastgeber in der 19 Spielminute verlor Abus den Faden. Nach dem 10:8 bekam die SG einen Siebenmeter zugesprochen den Oliver Albergt in aller Regel verwandelt, was auch der Fall war. Tja, die Schiedsrichter waren der Meinung das dieser nicht korrekt ausgeführt wurde, das ist dem Kreisspieler der SG Abus in 30 Jahren in denen er nun Handball spielt auch noch nie passiert. Dieser Pfiff ließ die Gemüter merklich ansteigen bei den Bauhausstädtern, Zerbst erhöhte postwendend auf 3 Tore zum 11:8, Abus kassierte noch 2 Zeitstrafen und schon war das Spiel fast entschieden. 15:11 hieß es zur Pause für den gastgebenden HSV was noch alle Optionen offen ließ ins Finale zu ziehen.

Die SG Abus hatte in der Vergangenheit schon öfter solche Rückstände aufgeholt, ja gar drehen können. Gegen diese Zerbster Mannschaft auswärts den Rückstand aufholen, sollte verdammt schwer werden. Die Mannschaft schwörte sich zwar in der Halbzeitpause auf die zweiten 30 Minuten ein, doch nur ein Tor bis zur 40 Spielminute war absolut zu wenig um eine Aufholjagd zu starten. Der HSV hingegen machte was notwendig war und führte zu dieser Zeit mit 20:12. Eine Auszeit von Mannschaftsbetreuerin Franziska Förder kam zu spät, das Spiel war da leider entschieden. Spielmacher Christian Saack versuchte noch an die Mannschaft zu appellieren sich nicht hängen zu lassen und sich nicht abschießen zu lassen. Die Spieler wollten auf jeden Fall die Wende schaffen und ein besseres Ergebnis erzielen, aber wenn es scheiße läuft, dann läufts halt scheiße. Abus vergab ein paar klare Torchancen, Zerbst konterte. Maik Schulze entschärfte einige Bälle, Zerbst bekam den Abpraller. Ronny Matthey wird beim Wurfversuch in den Arm gegriffen, kein Pfiff, Konter, Tor. Dann die Zeitstrafen die zusätzlich zu verdauen waren, selbst die Bank bekam wegen meckern eine Zeitstrafe, das erste Mal überhaupt. Der Vorsprung des Vizemeister wuchs stetig auf 10 Tore an, Abus gab sich langsam auf. Die Zeit tickte unaufhaltsam die Anzeigetafel runter, und selbst der kühnste Optimist glaubte nicht an ein Wunder. Zerbst war in der zweiten Hälfte richtig stark, um da gegen zu halten braucht es eine perfekte Leistung die Abus keine 2 Halbzeiten abrufen konnte. Somit zieht der HSV 2000 Zerbst verdient ins Finale des Anhaltpokals ein und für Abus bedeutet das nun endgültig in die Sommerpause zu gehen, ohne Titel.

Maik Schulze; Ronny Matthey 5/2, Oliver Albergt 2, Christian Saack 4, Enrico Saack 4/1, Matthias Goth, Stephan Schwebs 2, Lucas Unger 5, Thomas Käßner

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Das Ziel… Finale!!!

Mittwoch, 3. Mai 2017 6:26

Ernüchterung machte sich breit beim letzten Auftritt der SG Abus Dessau in der Zerbster Stadthalle. Anfang des Jahres verlor das Team um Trainer Marcel Kerner gegen den gastgebenden HSV 2000 Zerbst im Punktspiel deutlich mit über 10 Toren Unterschied. 40 Minuten konnte das Team der SG Abus die Partie noch halbwegs spannend halten bis der große Einbruch kam. Am Samstag reist der Abus Tross nun erneut in die Nuthestadt um nicht weniger zu erreichen als den Finaleinzug im Anhaltpokal. Dazu ist aber eine verbesserte Leistung abzurufen als es Anfang Januar der Fall war, will man denn ins Finale. Die Zerbster sind sicher Favorit am Wochenende, das zeigt schon der Aspekt das der HSV zu Hause bislang nur Jubeln konnte in dieser Spielzeit. Zerbst ist zu Hause eine Macht, und Abus braucht ein besonderen Tag in dem alles passt und der Gegner seine Fehler macht, in dem der Kampf angenommen wird in einem do or Die Spiel. Sollte das alles passen, steht einem Sieg auch in fremder Halle nichts im Wege.

In der Runde der letzten 8 wurde Wolfen klar und deutlich in der Elbe-Rossel- Halle niedergestreckt, hier lieferte Abus schon eine Blaupause für das nächste Spiel was am Samstag um 16:30 Uhr angepfiffen wird. Geht man so in das Spiel mit der Deckung im Verbund mit der Torwart Leistung kann Abus das Halbfinale über die volle Distanz spannend halten. Dabei fehlt allerdings die Hilfe vom Spielertrainer​ Marcel Kerner der im Schiedsrichter Einsatz ist und den Ausgang des Spiels nur im WhatsApp Chat sehen kann. Umso schöner wäre es wenn der Coach im Finale selber nochmal an der Seitenlinie steht, und da will Abus hin.

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Abus steht im Halbfinale

Mittwoch, 26. April 2017 14:06

Die Erleichterung war Oliver Albergt nach dem Spiel ins Gesicht geschrieben, dem Kreisläufer der SG Abus Dessau dem an diesem Samstag Nachmittag nur ein Treffer gelang, und dann ausgerechnet der 30, war es, die Offensive betrachtet, eher ein gebrauchter Tag. Damit war er im nächsten Spiel für den Bierkasten verantwortlich. Umso mehr freute er sich als Matthias Goth kurz vor dem Ende des Pokalviertelfinales noch der 40 Treffer der Partie gelang, und so die Bürde des Bierverantwortlichen in seine Hände viel. Nur ein Tor ist für den erfolgsverwöhnten Oliver Albergt sicher nicht der Anspruch, dafür hatte er sich in der Abwehrarbeit vorzüglich angestellt und damit großen Anteil, wie auch der Rest des Teams, das die Wolfener nur 17 Tore in der Elbe-Rossel-Halle erzielen konnten.

Mit einem klaren 40:17 Heimsieg vor einer Recht ansehnlichen Zuschauerkulisse in Roßlau, setzt sich die SG Abus Dessau gegen die Reserve der HSG Wolfen durch, und trifft damit auf den ebenfalls erfolgreichen HSV 2000 Zerbst. Mit den Gästen hatte das Team um Trainer Marcel Kerner nur in den Anfangsminuten Mühe. 2:3 lag Abus zurück bis sich das Team ins Spiel kämpfte und den Spieß in kurzer Zeit herumdrehte. Maik Schulze im Tor und ein treffsicherer Lukas Unger hatten großen Anteil an der Wende, blitzschnell verwandelte Abus einen 2:3 Rückstand in eine 9:3 Führung die noch hätte höher ausfallen können, wenn man am Wolfener Schlussmann nicht hier und da hängen geblieben wäre. Der Trainer der SG Abus Dessau durfte seit langer Zeit auf eine volle Auswechselbank blicken, bei dem nur noch der eigentlich in den Ruhestand zu verabschiedene Thomas Käßner gefehlt hat, der kurzfristig beruflich eingebunden war. Diesen Luxus nutzte der Coach natürlich aus und wechselte munter durch so das jeder seine Einsatzzeiten bekam. Der Partie tat das keinen Abbruch, weil jeder Spieler auf seine Weise Akzente in das Spiel einbrachte und zum 18:9 Halbzeitstand​ beitrug. Die Entscheidung war damit gefallen, die Gäste aus Wolfen sollten diesen Vorsprung nicht mehr aufholen können. In der 2 Hälfte ging das Scheiben schießen munter weiter bis zum 40:17 Endstand.

Am ersten Mai Wochenende ist jetzt das Halbfinale gegen Zerbst terminiert, was dann in der Nuthestadt auch stattfindet. Keine leichte Aufgabe wird das für die Kerner Truppe, die Zerbster werden sicher nicht so leicht zu besiegen sein wie die Reserve von Wolfen. Der kommende Gegner ist zu Hause in dieser Spielzeit noch ungeschlagen.

Maik Schulze; Ronny Matthey 11, Oliver Albergt 1, Christian Saack 4, Enrico Saack 2, Matthias Goth 4/2, Steffen Dusi 3, Lukas Unger 9, Max Reimann 5, Marcel Kerner 1, Stephan Schwebs

 

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Pokal, Pokal… wir holen den Pokal

Mittwoch, 19. April 2017 23:50

Nicht so sehr der Sonntag, vielmehr ist es der Montag an dem man jede Faser des Körpers​ spürt, wie die Beine schmerzen, oder sich die Schultern nicht mehr richtig bewegen lassen. Und die innere Stimme dann wieder einmal sagt, man bin ich alt geworden. Wenn das der Fall ist, kann ein Handball Spiel dafür verantwortlich sein. Solches findet am Samstag in Roßlau statt und gegenüber stehen sich die SG Abus Dessau und die HSG Wolfen 2000, die 2 Mannschaft, die Reserve des Anhaltmeisters wohlgemerkt.

Vor 6 Wochen in etwa da war die Saison für die SG Abus Dessau Geschichte, mit einem Derbysieg zum Abschluss und einem sicheren Platz 3 in der Tabelle wurde die Spielzeit abgeschlossen. Nach langer Zeit meldete Trainer Marcel Kerner seine Mannschaft aber noch für den Anhaltpokal, den die SG schon 2 mal gewinnen konnte. Das letzte Mal 2012 in einem spannenden Finale gegen den HBC Wittenberg. Nun soll 2017 ein neuer Anlauf genommen werden mit dem Ziel das Maximum zu holen, also den Pokal das dritte Mal in die Höhe zu strecken. Dabei sieht der Fahrplan wie folgt aus. Am Sonnabend kommt die Reserve der HSG Wolfen in die Elbe- Rossel- Halle, bei einem Sieg reist man vermutlich 2 Wochen später zum Vize- Anhaltmeister nach Zerbst. Sollte auch da ein Sieg für die SG Abus herausspringen dann würde schon das Finale winken, und Abus mit hoher Wahrscheinlichkeit der HSG Wolfen als zweiten Finalteilnehmer in Hin und Rückspiel gegenüber stehen. Immerhin der amtierende Staffelsieger und Aufsteiger in die Verbandsliga.

Pokal, Pokal… wir holen den Pokal. Also so oder so ähnlich könnte es ablaufen, es kann auch Samstag schon wieder alles vorbei sein und dann geht es endgültig in die Sommerpause, wenn der 4 der abgelaufenen Saison in der Anhaltliga Staffel 1 nicht besiegt wird. In den Ligaspielen war folgendes Bild zu beobachten, nämlich 2 Siege, der letzte ziemlich deutlich mit 20 Toren Unterschied. Dabei stand Wolfen allerdings nur zu 6 auf dem Parkett. 7 Spieler braucht man bekanntlich beim Handball um die Mannschaft voll zu bekommen. Für das Pokalviertelfinale ist man bei Abus guter Dinge das die Gäste mit der nötigen Spielerzahl auflaufen, um ein spannendes Spiel für die Zuschauer zu garantieren.

Lange Zeit haben die Verantwortlichen bei der SG Abus Dessau gehadert die Mannschaft wieder für den Pokal zu melden da außer Spesen am Ende nicht viel mehr herausgesprungen ist. Dies ist in diesem Jahr etwas anders, trotzdem konnten sich nur 7 Mannschaften für diesen Wettbewerb begeistern. Das geringe Teilnehmer Feld bedeutet aber nicht das es einfacher​ wird den Henkelpott ( wenn es denn einer ist) in den Händen zu halten. Mit Wolfen und Zerbst ist schon mal ziemlich starke Konkurrenz im Teilnehmer Feld. Da Abus in der Runde der letzten 8 das Heimrecht zugelost bekommen hat, kann man gleich die Gelegenheit nutzen um den “ Heiligen Vater “ Thomas Käßner offiziell in den Ruhestand zu verabschieden. Mit Ende 50 ist es an der Zeit so sagt er, sich eine neue sportliche Herausforderung zu suchen. Damit ist nicht Rollator wettschieben gemeint 😁. Ok, kleiner Spaß, wer ihm noch ein letztes Mal zujubeln möchte der kommt Samstag um 16 Uhr, vielleicht schon etwas eher (die Cafeteria hat geöffnet), in die Mehrzweckhalle nach Roßlau. Bis dahin.

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Die SG Abus Dessau sucht Spieler

Freitag, 24. März 2017 22:07

Die Zeit geht auch an der Mannschaft der SG Abus Dessau nicht spurlos vorbei. Um in die 10 Saison in der die Mannschaft nunmehr schon zusammen spielt gehen zu können, braucht es noch Verstärkungen auf dem Feld für die Jubiläumssaison. Aufgrund dem alter, und der damit verbundenen Verletzungsanfälligkeit der Spieler, fällt es Trainer Marcel Kerner und Verantwortlichen der SG Abus immer schwerer die Mannschaft voll zu bekommen. Da es ja nur die Männermannschaft noch in der Abteilung Handball gibt und somit kein Nachwuchs zur Unterstützung hinzustößt, ist man auf andere Hilfe angewiesen. Durch Arbeit und Schiedsrichter Einsätze stehen an den Spieltagen oft nicht ausreichend Spieler zur Verfügung, aufgrunddessen nun der Aufruf kommt, an interessierte die für den Verein spielen möchten, sich zu melden. Kontakt ist möglich über die Homepage des Vereins oder auf der Facebook Seite der SG Abus Dessau.

Vielen Dank für euer Interesse

 

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Abschlussstatistik der Saison 2016/17

Donnerstag, 9. März 2017 23:52

Spieler Spiele Tore/ 7m Zeitstrafen Gelbe Karten Rote Karten
 
 
Maik Schulze 8
Ronny Matthey 10 57/4
Oliver Albergt 12 68/1 11 5 2
Christian Saack 11 48 7 5
Matthias Goth 10 34/11 2
Maik Engelbrecht 1
Steffen Dusi 12 34/1 7 5
 
 
Enrico Saack 11 50/6 8 4 1
Stephan Schwebs 10 23 5 1
Marcel Kerner 10 8 2
 
Thomas Käßner 9 5/2
 
Lukas Unger 4 26/2 1
Max Reimann 4 18 4

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Saison beendet mit Derbysieg

Mittwoch, 8. März 2017 0:39

2:0 für die SG Abus Dessau was die Derby Siege gegen Dessauer Teams in dieser Saison angeht. Gern hätte es auch 4:0 stehen können wenn es nach den Spielern der SG Abus gegangen wäre, aber Kühnau 3 wurde in die 2 Staffel gelost… Schade. Was auch noch gegangen wäre, wenn Abus und die dritte des DRHV, es in die Meisterrunde geschaft und im Finale um die Anhaltmeisterschaft gespielt hätten. Ein 4:0 dürfte auch in dieser Konstellation möglich gewesen sein. Von der Meisterrunde waren beide Vereine natürlich weit entfernt, der DRHV mit Platz 5 am Ende noch etwas weiter als die SG Abus mit Platz 3. Vor dem Stadtderby am Sonntag waren dahingehend die Fronten klar verteilt. Selbst mit einem Sieg war nicht mehr allzu viel auszurichten in der Endabrechnung der Tabelle. Worum es am Sonntag im Vorspiel des Zweitligateams des DRHV ging, war einzig und alleine ein weiteres Erfolgserlebnis gegen den Stadtrivalen. Und das sollte für die SG Abus Dessau auch eintreffen. Nicht unbedingt schön, nicht über die gesamten 60 Minuten ansehnlich, doch solide gewinnt die Mannschaft auch ohne Trainer Marcel Kerner mit 21:27 in der Anhalt Arena.

Bei der SG Abus hat man ja vor dem Spiel damit gerechnet das wieder groß aufgerüstet wird beim großen Nachbarn, bei den Möglichkeiten, die in dem Verein stecken. Steffen Tiede und Thomas Kirschstein standen auf jeden Fall in der Halle und hatten bei der dritten in dieser Spielzeit ja schon ausgeholfen, die beiden Trainer der Sachsen-Anhaltligisten des Vereins warteten aber nur auf die Abfahrt ihrer Mannschaften zu Auswärtsspielen. Gesichtet wurde noch Volker Preißner der bei Derbys in der Vergangenheit auch gerne ausgeholfen hat. Der alte Dessauer hatte aber keine Sporttasche dabei. Es waren also die üblichen Verdächtigen die auf der Gegenseite standen die mit dem ehemaligen Zweitligaspieler Jens Werner den prominentesten Handballer aufzubieten hatten. Bis auf Torwart Hendrik Reinhardt war allerdings von denen, 15 Minuten vor Spielbeginn niemand zu sehen. Natürlich ganz normal bei den „alten Herren“ des DRHV. Bei Abus nahm man die Erwärmung etwas ernster, angeführt vom Rückkehrer Ronny Matthey der im letzten Saisonspiel die Mannschaft nochmal verstärkt hat. Einen Blitzstart in das Spiel war dadurch trotzdem nicht garantiert, ziemlich zäh begann die Partie, die erst nach 5 Minuten durch einen Schlagwurf in den Winkel des DRHV Gehäuses vom Spielmacher der SG, Christian Saack eröffnet wurde. Bis zum 3:3 war von einem Selbstläufer noch nichts zu sehen, eine doch hohe Fehlerquote verhinderte eine schnelle und deutliche Führung ohne das an der Einstellung der Mannschaft was auszusetzen war. Trotz der Ausgangslage hat sich jeder nochmal voll reingeworfen obwohl es nicht wirklich um irgendetwas ging. Maik Schulze schaffte im Tor den Grundstein das Abus einen kleinen Vorsprung von 3 Toren verbuchen konnte. Beim 5:9 hatte Abus den größten Vorsprung in der ersten Halbzeit erzielt, dann nahm der Coach der Hausherren Arne Klippstein die erste Auszeit. Bei Abus nutzte man die Minute um ein paar Umstellungen im Angriff und Abwehr vorzunehmen, das war allerdings schädlich für die Deckungsarbeit, denn über die linke Angriffsseite des DRHV kam Marco Möbes vermehrt zum Abschluss oder legte auf seinen Bruder Martin an den Kreis ab. Nun war es nur noch ein Tor beim 8:9 was den Unterschied darstellte. Mannschaftsbetreuerin Franziska Förder musste jetzt dringend die grüne Karte legen, denn das Team musste bis zur Pause nochmal neu eingestellt werden. In den restlichen Minuten der ersten Halbzeit stabilisierte sich die SG wieder und beim Stand von 9:11 wurden die Seiten gewechselt.

Mit den 2 Toren Vorsprung waren die Jungs der SG Abus zwar nicht überglücklich, beruhigend war es aber allemal. Selbst wenn es paris gestanden oder die Mannschaft in Rückstand gelegen hätte, an diesem Tag wäre keiner deswegen an die Decke gegangen. Diese gewisse Lockerheit war dem Spiel der SG Abus durchaus anzumerken. Mit einfachen Kreuzungen im Angriff fand Abus den freien Mann, und wenn gar nichts mehr half nahm Enrico Saack sich ein Herz und feuerte aus dem Rückraum auf das Tor des Gastgebers. So war es in der ersten Halbzeit und in der zweiten knüpfte die Mannschaft nahtlos an das Spielsystem an. Mit Erfolg wie sich ja am Ende herausstellte. Bis zum 13:17 war der DRHV noch in Reichweite und hielt das Spiel spannend, es begann jetzt aber die Phase des Spiels in der die SG Abus den Sack in der Anhalt Arena zu machte. Die Abwehr ließ in der Mitte der zweiten Hälfte fast gar nichts mehr zu und der Vorsprung wuchs jetzt stetig an und erreichte beim 15:25 den Höhepunkt. 10 Tore Unterschied sind in der Kürze der Zeit vom Heimteam nicht mehr aufzuholen gewesen, bei noch 7 verbleibenden Minuten auf der Anzeigetafel. Nun kam was kommen musste was auch schon etwas eher passiert wäre, aber eine Verletzung am Fuß verhinderte einen längeren Einsatz. Der “ Heilige Vater“ Thomas Käßner betrat zum letzten Mal in einem Punktspiel das Parkett, das mit dem Derby genau das richtige Ende fand. In den verbleibenden Minuten versuchten die Mitspieler dem 57 jährigen noch den perfekten Abschluss zu bieten, doch der DRHV war darauf vorbereitet, so das es keine gute Torchance mehr für den Linksaußen der SG Abus Dessau gab. Ein Tor wäre natürlich ein toller Abschluss für den sympathischen „jungen Mann“ gewesen, aber auch ohne hat er einmal mehr der Mannschaft ausgeholfen wie so viele Male in der Vergangenheit. In manch einem Spiel hätte Abus in Unterzahl antreten müssen wenn Thomas Käßner sich nicht zu Verfügung gestellt hätte, auch im hohen Alter. DANKE dafür Thomas.

Zum Ende hin hat es die SG dann auch etwas schleifen lassen und der DRHV kam noch zu Ergebnis Kosmetik, vom 17:27 schaffte es der Stadtrivale noch auf 6 Tore zu verkürzen zum 21:27 Endstand. Wie hoch der Sieg am Ende sein sollte spielte nicht wirklich eine Rolle, wichtig war nur, das trotz der Ausgangslage jeder Spieler noch zu 100% konzentriert war und das Spiel gewinnen wollte. Ende April startet Abus in den Anhaltpokal zu Hause gegen die Reserve der HSG Wolfen. Da will, oder besser hat, die Mannschaft noch eine Chance einen Titel zu gewinnen, um der Saison noch eine positive Note zu verleihen.

Maik Schulze; Ronny Matthey 2, Oliver Albergt 6, Christian Saack 6, Enrico Saack 6, Matthias Goth 6/2, Steffen Dusi 1, Thomas Käßner

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Es endet am Sonntag

Freitag, 3. März 2017 6:50

Am kommenden Sonntag wird der Deckel drauf getan auf die Anhaltliga Saison 2016/17. Der letzte Spieltag endet für die Mannschaft der SG Abus Dessau mit einem kleinen Schmankerl, zwar muss das Team erneut Auswärts antreten, der Anfahrtsweg hält sich allerdings in Grenzen. Nur bis zur Anhalt Arena müssen die Autos der Spieler bewegt werden, Torwart Maik Schulze wird sicherlich mit dem Fahrrad anradeln, Steffen Dusi wird zu Fuß die paar Meter zur Halle laufen, es soll ja recht schön werden am Sonntag. Kurz nach dem Mittagessen um 13:30 Uhr sieht der Spielplan das Stadtderby gegen die dritte Mannschaft des Dessau- Roßlauer Handballverein vor, auch keine schlechte Ansetzung zum Abschluss der Saison. Gern würde man sagen es geht noch um was für das Team von Trainer Marcel Kerner, das ist aber leider nicht der Fall. Abus könnte sich höchstens Derbysieger nennen wenn das Spiel gegen den DRHV gewonnen wird. Die Meisterrunde wurde verpasst, der dritte Platz steht schon fest, somit verkommt die Begegnung in der Bedeutungslosigkeit für die SG Abus Dessau. Beim Gastgeber, der Reserve der Reserve des DRHV könnte noch was gehen in der Tabelle. Mit nur 6 Punkten liegt das Team um Mannschaftsbetreuer Fabian Kubaty auf dem drittletzten Platz und könnte noch einen Platz hinauf, oder einen weiter runter. Wie wichtig das dem DRHV ist, in der Tabelle besser dazustehen, davon können sich die Abusspieler am Sonntag ein Bild machen. Wahrscheinlich wird wieder zum Derby aufgerüstet und im Spiel Protokoll keine Zeile frei bleiben bei der Anzahl an Mitwirkenden. Die SG Abus hingegen muss wieder mit der minimal Besetzung auskommen, Verletzungen und Arbeit verhindern das der gesamte Kader zum Abschluss der Saison bereit steht. Davon betroffen ist auch der Spielertrainer Marcel Kerner, dafür steht ein Comeback vom besten Abus Schützen Ronny Matthey im Raum, der seit Anfang Januar das Team wegen Verletzung nicht unterstützen konnte. Der Teil der Mannschaft der am Sonntag das Parkett betritt kann völlig frei aufspielen, vielleicht auf einigen Positionen Veränderungen vornehmen, und einfach etwas Spaß am Handballspiel haben.

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Abus ohne Glück gegen Holzdorf

Dienstag, 28. Februar 2017 15:37

Im letzten Heimspiel in dieser Saison gab es für die SG Abus Dessau keine Punkte mehr. Gegen den TV FrischAuf Holzdorf hatte Abus vor der Begegnung noch eine theoretische Chance auf die Meisterrunde, wenn ein Sieg mit mehr als 9 Toren Unterschied gegen die Gäste erzielt worden wäre. Das war allerdings vor dem Anpfiff schon ausgeschlossen, denn es konnten gerade noch 6 Feldspieler der SG mobilisiert werden. Der siebte hätte Trainer Kerner selbst sein können der es kurz vor Beginn des Spiels geschafft hatte die Elbe-Rossel-Halle zu betreten. Leider galt das nicht für die Schiedsrichter die für dieses Duell angesetzt waren. Somit musste eine Entscheidung zu Ungunsten der Heimsieben getroffen werden, Marcel Kerner, ja selbst Schiedsrichter und jedes Wochenende im Einsatz, übernahm die Leitung des Spiels. Die Statuten sehen es so vor das die Heimmannschaft in einem solchen Fall reagieren muss, es wurde dennoch bei den Gästen aus Holzdorf angefragt ob sich jemand bereit erklärt hätte zu pfeifen, das wurde jedoch abgelehnt somit leitete Spielertrainer Marcel Kerner das Spiel alleine und Abus stand ohne Auswechselspieler da.

Für den fehlenden Abus Keeper Maik Schulze musste zudem Rückraum Kanonier Enrico Saack das Gehäuse der SG hüten. Er sollte seine Sache trotz der fehlenden Erfahrung im Tor bravourös meistern auch wenn er 34 Mal hinter sich greifen musste, so war doch einige Male eine Glanzparade mit dabei. Abus verliert das Spiel gegen den Tabellenzweiten mit 27:34 und das lag sicher nicht am fehlenden Maik Schulze im Tor, es war die unterirdische Chancenverwertung die der Mannschaft an diesem Tage das Genick brach. Holzdorf war am Samstagnachmittag die bessere Mannschaft in Roßlau, aber wie Abus zeigte das Team von FrischAuf ebenso vor dem Tor Nerven und verpassten der Wand in der Elbe-Rossel-Halle einige Beulen mehr. Das hätte Abus schlicht ausnutzen müssen das der Gegner trotz Überlegenheit nicht mehr aus seinen Möglichkeiten machte und dadurch die Heimmannschaft auf Tuchfühlung ließ, zumindest in der Anfangsphase. Die war von einem hohen Tempo geprägt, es schien fasst so als würden durch den verzögerten Spielbeginn die Spieler mit den Hufen scharren um beim Startschuss endlich losrennen zu dürfen. Bis zum 2:2 lief noch alles im Rahmen, dann traf Abus das Tor nicht mehr und produzierte Fehlabspiele die die Gäste im Gegenstoß in Tore verwandelten. Jetzt lief das Spiel für die Heimsieben aus dem Ruder, aus dem 2:2 wurde ein 4:9 Rückstand und Mannschaftsbetreuerin Franziska Förder war zur ersten Auszeit gezwungen. Die schien geholfen zu haben den beim 9:12 war der Rückstand halbiert. Mehr als die 3 Tore ließ Holzdorf nicht zu, zur Halbzeit Stand eine 16:11 Führung für die Gäste auf der Anzeigetafel.

Die zweite Hälfte sollte Besserung versprechen, schließlich wollte Abus sich mit Kampf und Leidenschaft von den treuen Zuschauern aus dem Spieljahr 2016/17 verabschieden, trotz dezimiertem Personal. Bis zum 14:17 hielt Abus Kurs und verkürzte abermals auf 3 Tore, doch wieder gelang es nicht dichter an die Gäste heranzurücken. Bis zum 23:27 war das Spiel immer noch offen und Abus hätte mit ein wenig mehr Fortune das Spiel drehen können, doch ab der 47 Minute ging es jetzt steil bergab. Immer öfter von Zeitstrafen getroffen und dadurch in kräftezehrender Unterzahl gezwungen den Anschluss herzustellen, war bei den Spielern der SG Abus irgendwann die Akkus leer und es konnte nicht mehr der nötige Widerstand geleistet werden. Aus dem 23:27 wurden beim 23:30 7 Tore Unterschied was an diesem Tag nicht mehr aufzuholen war. Kurz vor dem Ende verkürzte Abus nochmal auf 5 Tore und hatte 2 Minuten vor Schluss und in Überzahl noch die Möglichkeit das Ergebnis besser aussehen zu lassen, aber den Hausherren gelang es nicht mehr den Ball über die Torlinie zu bekommen. Holzdorf hingegen konterte dadurch noch 2 Mal und es waren am Ende doch 7 Tore Differenz beim 27:34.

Abus verliert auch den 2 Vergleich mit dem TV FrischAuf Holzdorf und bleibt mit der Niederlage auf Rang 3 und kommt somit nicht mehr in die Meisterrunde in der der Anhaltmeister gekürt wird. Abus konnte an diesem Spieltag mit dem Personal über 60 Minuten mit Holzdorf nicht mithalten. Stark bei den Gastgebern waren Oliver Albergt und der 19 jährige Lucas Unger die mit einer guten Leistung Abus über lange Zeit im Spiel hielten.

Enrico Saack; Oliver Albergt 6, Christian Saack 4, Steffen Dusi, Stephan Schwebs 3, Lucas Unger 9/3, Max Reimann 5

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Der Zweite trifft auf den Dritten

Mittwoch, 22. Februar 2017 21:52

Vor 2 Jahren hatte Abus eine komfortable Ausgangssituation am vorletzten Spieltag der regulären Saison. Der Punkte Vorsprung auf den drittplatzierten dem SV Finken Raguhn zu jener Zeit war groß genug, um schon sicher in der Meisterrunde vertreten zu sein, selbst wenn es noch 2 Niederlagen gegeben hätte. In diesem Jahr stellt sich die Situation ganz anders dar, da am Anfang des Jahres gleich eine deftige Niederlage gegen Zerbst hingenommen werden musste, war das Team um Trainer Marcel Kerner schon nicht mehr in Reichweite zur Spitze, um aus eigener Kraft den Sprung unter die besten 4 möglich zu machen. Einzig ein kleiner Hoffnungsschimmer bleibt der SG Abus noch, und das könnte der Sieg am Wochenende in der Elbe-Rossel-Halle gegen den Zweitplatzierten dem TV FrischAuf Holzdorf sein. Zugegeben, der Sieg muss mit mindestens 10 Toren Unterschied erfolgen da das Hinspiel in Holzdorf mit 21:30 an den damaligen Spitzenreiter verloren ging. Sollte dieser Fall eintreten dann muss FrischAuf auch noch das letzte Saisonspiel zu Hause gegen die Reserve der HSG Wolfen verlieren was sehr unwahrscheinlich sein wird. Abus war dort am vergangenen Samstag vor Ort und da präsentierte sich die HSG nicht mal mit der vollen Anzahl an Spielern, folgerichtig gingen die 2 Punkte an Abus. Dann wird es in Holzdorf wohl erst recht nichts mit einem Sieg für Wolfen. Das liegt allerdings noch 2 Wochen lang hin, somit liegt der Fokus auf das letzte Heimspiel der Saison in Roßlau. Da hat das Team der SG Abus zuerst seine Hausaufgaben zu erledigen.

Viel ändern wird sich das Bild der Mannschaft aus der Vorwoche beim 33:12 Sieg nicht, zumindest was die Anzahl der Spieler angeht. Torwart Maik Schulze muss seiner Verantwortung als Vizepräsident des Seesportvereins vom Leopoldshafen in Dessau nachkommen und ist somit unabkömmlich am Samstag. Da er bekanntlich der einzige Torhüter im Team der SG Abus ist muss jemand aus der Feldspieler Riege allen Mut zusammen nehmen um den 42 jährigen zu vertreten. Um schon mal die Spannung rauszunehmen, es traf Rückraum Spieler Enrico Saack der die schwere Aufgabe am Wochenende übernimmt. Trainer Marcel Kerner ist ebenfalls am 11 Spieltag nicht zu gegen was natürlich einen herben Verlust darstellt, besonders was die Einstellung der Spieler betrifft. Es gab schon bessere Bedingungen bei Abus um in solch ein wichtiges Spiel zu gehen, da mit Goth und Matthey 2 weitere wichtige Spieler fehlen werden wird das Unterfangen mit 10 Toren Unterschied gewinnen zu müssen verdammt schwer. 16 Uhr fällt der Startschuss in Roßlau, jeder Handball interessierte ist natürlich herzlich Willkommen.

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